Interview mit Florian Clever

Hallo ihr Lieben,

schön das ihr hergefunden habt, heute stelle ich euch einen ganz lieben Autor vor, den ich durch  seinen Debüt Roman Schwert & Meister kennen gelernt habe.

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© Florian Clever

Florian Clever hat 12 Fragen von mir beantwortet und ich wollte mich schon einmal vorab dafür bedanken, dass du dir die Zeit genommen hast.
Ihr müsst wissen, dass am 10.10. sein neues Buch erscheint und zwar „Die Stadt der stillen Wasser“. Im Rahmen dessen gibt es diese tolle Blogtour, die euch heute hier zu mir geführt hat. Dann fangen wir mal an:

Frage 1:
Würdest du vorab den Lesern erst mal etwas über dich erzählen? 
‚Clever‘ ist mein wirklicher Name, kein Pseudonym, das erste ‚e‘ wird lang gesprochen. Der Name geht zurück aufs späte Mittelalter.

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© Florian Clever

‚Clev‘ bezeichnete in einer Regionen im heutigen Westfalen eine Klippe, einen Steilhang. Ab 1700 bürgerten sich Nachnamen ein, da wurde
dann ‚Clever‘ draus für Leute, die von dieser Scholle kamen. Hab ich gerade gegoogelt, ich wollte es endlich einmal genau wissen.
Als Kind lebte ich viel in meiner eigenen Gedankenwelt. Habe mir selbst Geschichten erzählt, erst mit Stofftieren, dann mit Playmobil, dann mit Freunden und zwanzigseitigen Würfeln.
Heute eben mit Buchstaben. Als Werbetexter habe ich rund zwölf Jahre lang mit Buchstaben geübt, bevor mein erster Roman auf den Markt kam.

Frage2:
Wie viele Notizbücher hast du bei dir rumliegen (beschrieben und unbeschrieben)
Eins. Ein klein wenig beschrieben. Ich benutze es kaum.

Frage 3:
Welche Geschichte / welcher Charakter verfolgt dich schon seit Jahren? Hast du die Geschichte / seine Geschichte jemals aufgeschrieben?

Mich verfolgen immer nur die Geschichte und der Protagonist meines aktuellen Manuskripts.
Ich glaube, ich könnte nie an zwei Skripten gleichzeitig schreiben. Es gibt eigentlich keinen
Stoff, der mir schon seit Jahren nachhängt. Gäbe es ihn, hätte ich ihn schon längst
geschrieben, einfach, um ihn los zu sein.

Frage 4:
Wenn du ein Protagonist aus einem deiner Bücher sein könntest, welcher wäre das und warum?
Ich wäre Sajit, der Prota aus DIE STADT DER STILLEN WASSER, meinem aktuellen Roman. Sajit trägt autobiografische Züge. Zum Beispiel ist er auch Schreiber. Und nicht gerade sehr durchsetzungsstark. Dabei aber ein Mann mit Prinzipien. Sajit überwindet seine Trägheit, seine Angst und beginnt für das, woran er glaubt, einzustehen und zu kämpfen.
Vielleicht schaffe ich das ja auch noch irgendwann.

Frage 5:
Woher kommen eigentlich all deine Ideen? Was inspiriert dich ganz besonders?
Ich schreibe nach Gefühl. Am Anfang ist da ein diffuses Gefühl für eine Story und eine Hauptfigur. Wenn dieses Gefühl haften bleibt, beginne ich automatisch mit ‚Kopfplotten‘.
Bedeutet, ich denke über Story und Figur immer wieder nach. Wenn beides dann im Kopf etwas konkreter geworden ist, fange ich an zu schreiben. Ich kenne dann den Anfang, das Ende und ein paar ‚goldene Szenen‘ im Verlauf der Handlung. Der Rest kommt beim
Schreiben.  Wie und warum sich das besagte Ausgangsgefühl einstellt … Woher die Story und die
Figur kommen … Das kann ganz verschieden sein. Bei meinem Debüt SCHWERT & MEISTER z. B. war ein Besuch in den Entwicklungslabors von ThyssenKrupp in Duisburg mit ausschlaggebend. Da werden spannende Dinge mit Metall gemacht. So kam mir der Gedanke eines magischen Metalls mit bestimmten Eigenschaften und Fähigkeiten – die
Grundidee von SCHWERT & MEISTER.

Frage 6:
Welche Musik hörst du am liebsten? Hast du einen Lieblingssong?
Beim Schreiben bevorzuge ich die Stille. Und sonst … Da gibt es echt viele Lieblingssongs.
Ich liebe akustische Sachen, das warme Schwingen von Saiten über hölzernen Klangkörpern.
In letzter Zeit hab ich wieder viel meine CD von Cesária Évora gehört. Die habe ich sogar noch live erleben dürfen. Aber die CD gefällt mir besser. Das war so eine Stimme, die lebte von den Nuancen, das kommt bei einer Studioaufnahme besser rüber als auf der Bühne.

Frage 7:
Lieber Florian, was ist dein größter Traum? Gibt es anstatt dem des Autors noch einen, den du dir unbedingt erfüllen möchtest?
Nein, eigentlich nicht. Schreiben ist mein Ding. Geschichten erzählen. Ich möchte noch viele Jahre in der Lage sein, dem intensiv nachzukommen. Gesundheitlich, wirtschaftlich und vom kreativen Antrieb her. Sonst nichts. Es gibt für mich als Autor noch so viel zu tun,
auszuprobieren. Ich kratze doch gerade erst an der Oberfläche.

Frage 8:
Zu guter Letzt ist es für uns Leser auch sehr interessant zu wissen, was du tust um eine Schreibblockade zu lösen?
Die Ursachen von Störungen des kreativen Flusses sind unendlich vielfältig. Ebenso vielfältig  sind auch die Gegenmittel. Ich habe ein ganzes Arsenal von ‚Hausmittelchen‘ gegen Schreib-
Schlappheit entwickelt, das kann ich hier nicht alles aufzählen. Und wenn die Störung richtig tief geht, wenn irgendjemand oder irgendetwas dir so richtig den Stöpsel gezogen hat … Dann
triff dich mit einem lieben Menschen und leg dich bei ihr oder ihm an den Strand und rede.

Frage 9:
An welches Genre würdest du dich nie ran trauen? Und warum?
Gay Romance Fantasy mit Drachen, Aliens und untoten Paketzustellern. Alles super, nur bei den Paketzustellern, da fehlt mir einfach der Zugang.

Frage 10:
Wie sieht dein perfekter Schreibtag aus?
Ich schreibe viele Stunden lang ungestört wie im Rausch. Und wenn ich ins Bett gehe, glüht die Story noch in meinem Gedächtnis nach. Ich schreibe im Geist weiter, komplett vereinnahmt von dem Stoff, bis ich einschlafe.

Frage 11:
Dein perfekter Schreibort ?
Mein geliebter Liegearbeitsplatz: mein Sofa. Bauchlage. Kein Druck auf meinen maroden Bandscheiben.

Frage 12:
Wer oder was hat dich zum Schreiben gebracht?
Meine Fantasie, kombiniert mit einer selektiven Erinnerungsgabe. Manche Dinge kann ich einfach nicht vergessen, manchmal auch ganz nebensächliche. Das ist sehr praktisch, das kann ich alles in meinen Romanen nutzen. Ich habe eine schier unerschöpfliche Schrankwand
vollgestopft mit all dem Zeug. Wenn ich da nur lange genug drin rumwühle, finde ich immer wieder was Neues, an das ich mich erinnern kann, um es dann zu fiktionalisieren.

Wow. Vielen Lieben Dank für diesen tollen Authentischen Einblick über dich, Florian, der mich mit seinem Schreibstil definitiv für sich gewonnen hat! 

Morgen geht es weiter bei meiner Blogpartnerin mit einer tollen live Lesung vom Autor selbst auf ihrem Blog The Librarian and her books

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© Florian Clever

Interview mit Josie Charles

Steffi:

Hey ihr lieben,

heute habe ich ein Interview mit einer ganz lieben Autorin für euch und zwar ist es Josie Charles. Ihr neuestes Buch ist „Pretty Bastard“

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©Josie Charles /Steffis BookSensations

Hallo Josie,

fangen wir also mit der Fragerunde an,

Würdest du vielleicht zu Beginn dem Leser etwas über dich erzählen? Das bleibt ganz dir überlassen wie offen und was du erzählst 😊

Josie Charles:

Huhu, ich freu mich sehr, dass ich hier sein und was über mich erzählen darf ❤ Ich bin Josie und schreibe Liebesgeschichten – mal locker und leicht, mal düsterer und härter. Das Schreiben ist meine Leidenschaft und es macht mir riesigen Spaß, meine Geschichten mit euch teilen zu dürfen. Wenn ich nicht gerade am Laptop sitze, genieße ich gern die Sonne, schaue Filme oder nehme mir Zeit zum Kochen und Backen.

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